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Mittwoch, 14. Juni 2006, Deutschland - Polen in Dortmund

 




Optimismus vor dem zweiten Gruppenspiel der Deutschen gegen Polen in Dortmund. Deutsche Fans in friedlicher "Kriegsbemalung".



Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die Einsatzkräfte für kühle Erfrischungen.....



und leckeres Eis aus der Hand der GdP-WM-Betreuerin Barbara Närdemann sehr dankbar.
 Fotos (3): Rüdiger Holecek
 
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Schon am frühen Nachmittag, lange vor dem Anpfif des zweiten Gruppenspiels der Deutschen gegen Polen, befanden sich in der Dortmunder Gefangenenstelle bereits rund 80 vorwiegend polnische "Fans", die vorübergehend in Gewahrsam genommen worden waren.Im Laufe des Tages wurden durch Szenekundige Beamte 148 deutsche Gewalttäter erkannt und durch Polizeikräfte festgesetzt.

Umstehende alkoholisierte deutsche Fans, so die Dortmunder Polizei in ihrer Pressemeldung, "die offensichtlich nicht mit den polizeilichen Maßnahmeneinverstanden waren", griffen die Einsatzkräfte massiv an. Es wurde Flaschen, Steine, Tische und Stühle auf die Beamten geworfen und mit Leuchtraketen geschossen. Die Dortmunder Polizei spricht von einem Solidarisierungseffekt, "den es vorher so noch nicht gab". Auseinandersetzungen zwischen polnischen und deutschen "Fans" in einigen Nebenstraßen konnten durch ein schnelles Eingreifen der starker Polizeikräfte beendet werden.

In der Nacht befanden sich rund 300 Personen in der Gefangegenstelle, von denen der Großteil am nächsten Tag wieder frei gelassen wurde. Drei Personen blieben im Gewahrsam. Insgesamt wurden 429 Personen festgesetzt. Gegen 96 Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Dortmunder Polizei setzte rund 2000 Beamtinnen und Beamte ein. Verletzt wurde nach aktuellem Stand ein Beamter.

Das GdP-Betreuerteam war mit 8 Kolleginnen und Kollegen im Einsatz, darunter zwei auf den von BMW der GdP zur Verfügung gestellten Motorrädern. Einige der Betreuer versehen ihre Aufgabe zusätzlich zum jeweiligen Dienst.