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Bundersfrauenkonferenz in Kassel

Vorsitzende Elke Rath bestätigt

Kassel.

Einstimmig haben die Delegierten der 2. Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei am Montag, 9. März 1998, den Geschäftsführenden Bundesfrauenvorstand gewählt.Im Amt bestätigt wurde Elke Rath aus Nordrhein-Westfalen. Ihre Stellvertreterinnen sind Sigrid Graedtke (Brandenburg) und Ruth Dreyling (Hamburg). Monika Pape (Thüringen) wurde zur Schriftführerin gewählt, Brigitte Hummel (Bezirk Bundesgrenzschutz) zur stellvertretenden Schriftführerin.

Rund 150 Vertreterinnen der GdP-Frauengruppen im Bundesgebiet, in denen rund 30.000 weibliche Beschäftigte der Polizei organisiert sind, beraten in Kassel Strategien, die Gleichberechtigung auch am "Arbeitsplatz Polizei" durchzusetzen. Elke Rath: "Obwohl sich der Polizeiberuf in seiner gesamten Breite den Frauen geöffnet hat, wird er immer noch von Männern dominiert. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gleiche Karrierechancen sind für Frauen in der Polizei immer noch unerreichte Ziele."

Kindererziehung, so die GdP-Frauen, dürfte den beruflichen Aufstieg - auch bis in die höchsten Ämter - nicht erschweren oder gar verhindern. Es sei noch keineswegs selbstverständlich, daß Frauen entsprechend ihrer Qualifikation in alle Bereiche und Führungsebenen der Polizei gelangen können. Verbessert werden müßten die Möglichkeiten zur Wiedereingliederung von Frauen, die nach einer mehrjährigen Beurlaubungszeit - z.B. wegen Kindererziehung oder -betreuung - wieder in den Polizeiberuf zurückkehrten.

Die Auswirkungen der europäischen Gesetzgebung auf die Frauenförderung in der Bundesrepublik Deutschland diskutierten die Teilnehmerinnen der GdP-Bundesfrauenfonferenz nach einem Referat von Heide Pfarr, Professorin für Arbeitsrecht an der Universität Hamburg.