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GdP: Deutsche Polizei ist allein für die Ermittlungen zuständig

Berlin.

Mit Befremden hat die Gewerkschaft der Polizei auf Äußerungen türkischer Politiker nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen reagiert, bei der neun Menschen starben und 60 weitere verletzt wurden. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Die entsetzlichen Umstände der Tragödie haben uns alle aufgewühlt. Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen der Opfer und den Verletzten. Meine Kolleginnen und Kollegen am Brandort haben ihr Leben eingesetzt, um so viele Menschen wie möglich, zu retten. Alle die dort waren, sind tief erschüttert.“

Nach Worten des GdP-Vorsitzenden hat die Berichterstattung türkischer Medien in Deutschland und Äußerungen türkischer Regierungspolitiker zu Irritationen unter deutschen Polizeibeamten geführt. Freiberg: „Es gibt für niemanden den geringsten Anlass, der deutschen Polizei zu misstrauen. Die türkischen Beamten sind Beobachter und können sich von der professionellen Arbeit unserer Polizei überzeugen.“
Die GdP sei davon überzeugt, dass die zuständigen Behörden Betroffene und Öffentlichkeit unverzüglich über konkrete Untersuchungsergebnisse unterrichten, sobald der Verlauf der Ermittlungen dies zulasse. Die Politik forderte Freiberg zur Zurückhaltung auf. Freiberg: „Es ist nie sachdienlich, wenn Politiker sich in laufende Ermittlungen einmischen.“