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GdP ist unverzichtbare Kraft im DGB

Delegierte wollen keine Fusion

Bremen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bleibt eigenständige Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Die Delegierten des 21. Ordentlichen Bundeskongresses der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bremen sprachen sich heute gegen eine Fusion der GdP mit einer oder mehreren DGB-Gewerkschaften aus.

"Unsere Mitglieder wissen, daß nur eine selbstständige Berufsvertretung erfolgreiche Arbeit leisten kann. Für den Bereich Polizei trifft dies im besonderen zu. In einer großen Dienstleistungsgewerkschaft wären wir doch nur ein Steinchen in einem Mosaik unterschiedlichster Berufsgruppen. Nach einem halben Jahrhundert Gewerk-schaft der Polizei haben unsere Kolleginnen und Kollegen auch weiterhin Anspruch auf eine fachspezifische, qualifizierte und erfolgsorientierte Vertretung ihrer Interessen", sagte der neue GdP-Bundesvorsitzende Norbert Spinrath nach dem mehr als deutlichen Abstimmungsergebnis.

Als eine "unverzichtbare Kraft im DGB" bezeichnete der GdP-Vorsitzende den gegenwärtigen Stellenwert seiner Organisation. Keine Gewerkschaft teile derart viele spezifische Problemstellungen ihrer Mitglieder.

Die Delegierten beauftragten den Bundesvorstand, das aktuelle Fusionsgeschehen aufmerksam zu verfolgen. Sinnvollen Organisationsvorstößen will die Gewerkschaft der Polizei aber aufgeschlossen bleiben. Die Gründe anderer DGB-Gewerkschaften sich zusammenszuschließen, träfen für die GdP nicht zu.

Der 21. Ordentliche Bundeskongreß der Gewerkschaft der Polizei in Bremen endet am 17. September 1998.