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GdP fordert Einsatz von Finanzermittlern

Geschäft mit Nazi-Medien den Geldhahn abdrehen

Hilden/Berlin.

Herstellern und Anbietern von Tonträgern, Computerspielen und Video-Medien mit rechtsextremen und menschenverachtenden Inhalten soll nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) durch den Einsatz von polizeilichen Finanzermittlern das Handwerk gelegt werden. Dies forderte der GdP-Vorsitzende, Konrad Freiberg, am heutigen Donnerstag auf dem von der JUNGE GRUPPE in der GdP veranstalteten "Forum gegen Rechts" in Berlin.

Freiberg: "Mit ihren volksverhetzenden Produkten verdienen die Drahtzieher der Verlage und Vertriebe eine Menge Geld. Ein verstärkter und rechtzeitiger Einsatz sachlich gut ausgebildeter Ermittler könnte dazu beitragen, den Fluss dieser illegalen Gewinne zu unterbinden und eine Verlagerung oder Verschleierung des Geldes zu verhindern." Im Kampf gegen den Rechtsextremismus müsse jede rechtmäßige Möglichkeit genutzt werden, der Verbreitung "braunen Gedankenguts" den Boden zu entziehen, sagte der GdP-Vorsitzende.

Der Bundesjugendvorsitzende der GdP, Jens Mohrherr, forderte eine bessere Vorbereitung junger Polizistinnen und Polizisten auf den Umgang mit rechtsextremistischen Tätern und Inhalten. So müssten Themen der politischen Bildung "regelmäßig, aber auch zu speziellen Anlässen und Ereignissen in die Unterrichtsplanung aufgenommen werden".

Die GdP-Jugendorganisation "JUNGE GRUPPE" vertritt etwa 40 000 junge Polizistinnen und Polizisten im gesamten Bundesgebiet. Auf ihren "Forum gegen Rechts" diskutierten die jungen Gewerkschafter mit Experten aus Wissenschaft, Jugendarbeit, Polizei und Kirche die Frage, wie Rechtsextremismus wirksam bekämpft werden könne.