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Attac-Redner bei DGB-Kundgebung am 1. Mai in Rostock:

"Die Probleme in Mecklenburg-Vorpommern gehen aufs Konto der G8"

Pressemeldung attac, 1. Mai 2007

Bei der Kundgebung des DGB am 1. Mai in Rostock hat der Redner des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac den Zusammenhang zwischen den sozialen und wirtschaftlichen Problemen Mecklenburg-Vorpommerns und der Politik der G8 betont. "Wer glaubt, das stacheldrahtbewehrte Treffen in Heiligendamm habe nichts mit seinen eigenen Sorgen und Nöten zu tun, irrt", sagte Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis. "Mit ihrer menschenfeindlichen Politik schaffen die G8 Armut - in Afrika, aber auch hier zu Lande. Die Zumutungen der neoliberal entfesselten Globalisierung sind längst auch bei uns angekommen." Gerade auch die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenquote und den niedrigsten Nettoeinkommen, zählten zu den Leidtragenden.

Die Misere sei Ausdruck der seit den 80er Jahren von der G8 forcierten neoliberalen Globalisierung. "Dieser Club der Reichen und Mächtigen hat ein weltweites Leitbild durchgesetzt, bei dem die Pflege von Kapital und großem Vermögen im Zentrum steht und die Gesellschaft immer mehr in Arm und Reich gespalten wird", sagte Peter Wahl. Auch der massive Sozialabbau hier zu Lande gehe zu einem Gutteil aufs Konto der G8. "Ob Hartz IV, Arbeitszeitverlängerung oder Rentenkürzung - der Abbau der Sozialsysteme ist konzeptionell von der G8 vorgedacht und dann Zug um Zug in nationale Politik umgesetzt worden", sagte der Attac-Redner.

Peter Wahl rief alle Rostockerinnen und Rostocker auf, sich an den Aktivitäten der Gipfelkritiker zu beteiligen und betonte noch einmal deren friedlichen Verlauf. "Wir wollen hier keine Bilder wie aus Genua", versicherte er.

Attac ruft gemeinsam mit Bündnispartnern zu den Protesten gegen den G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm auf. Geplant sind in der Hansestadt unter anderem eine internationale Großdemonstration am 2. Juni und ein Alternativgipfel vom 5. bis 7. Juni. Auch an den Massenblockaden der Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm am 6. und 7. Juni beteiligen sich zahlreiche Attac-Aktive.