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GdP Niedersachsen verurteilt Gewalt vermeintlicher Fußballfans

Hannover:.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen verurteilt die jüngsten Gewalttaten angeblicher Fußballanhänger scharf. Anlass sind die Vorkommnisse vom Himmelfahrtstag in Wolfsburg sowie am 19. Mai in Hannover und Wunstorf.

„Besonders erschüttert ist die GdP über die brutalen Angriffe gegen zwei Polizisten, die am Vatertag in Wolfsburg privat unterwegs gewesen sind. Sie waren von Angehörigen der örtlichen Ultra-Szene erkannt und attackiert worden. Die Beamten mussten nach Schlägen und Tritten im Krankenhaus behandelt werden und sind bis heute noch nicht wieder dienstfähig“, berichtet der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. „Wir wünschen unseren beiden Kollegen eine baldige Genesung und alles Gute. Durch die hervorragende Arbeit der Wolfsburger Polizei konnten die mutmaßlichen Täter schnell gefasst werden. Nun hoffen wir auf eine rasche und konsequente Verurteilung“, sagt Dietmar Schilff. Ein verstärktes Augenmerk muss nach Überzeugung der GdP auf die Spiele der Ligen unterhalb des Profifußballs gerichtet werden.

Im Rahmen eines Regionalliga-Spiels der zweiten Mannschaft von Hannover 96 gegen den 1. FC Magdeburg war es am 19. Mai zu Ausschreitungen gekommen, die durch einen konsequenten Polizeieinsatz eingedämmt werden konnten. Am selben Tag überfielen nach Medienberichten rechtsextreme Hooligans, die offenbar von einem Regionalliga-Spiel in Essen auf dem Heimweg nach Bremen waren, ein Jugendzentrum in Wunstorf (Region Hannover). Der Polizei gelang es dabei ebenfalls, Personalien von Verdächtigen festzustellen, die zehn Jugendliche verletzt haben sollen.

„Die Gewalt angeblicher Fußballfans muss endlich ein Ende haben. Doch das ist nicht allein Aufgabe der Polizei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, betont der GdP-Landesvorsitzende. „Gewalttäter suchen inzwischen im Rahmen von Spielen der vierten Liga und unterwegs die Auseinandersetzung mit Polizei- und Sicherheitskräften sowie mit Unbeteiligten. Darum wird sich die GdP auch im Rahmen der künftigen Regionalliga Nord für Gewaltfreiheit und Fairness einsetzen“, sagt Dietmar Schilff. Gemeinsam mit dem Norddeutschen Fußball-Verband werde gerade ein Aktionsplan erarbeitet, der nachhaltig auf dieses Problem aufmerksam machen soll.

GdP Info 24/2012