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"Bild" im Gespräch mit Konrad Freiberg:

"Ganze Ermittlungszweige lahmgelegt"

bild_de
Berlin.

Gegenüber der Hamburger Bild-Zeitung erneuerte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei seine Kritik am anhaltenden Personalabbau bei der Polizei. Ganze Ermitlungszweige waren lahmgelegt worden, um drei mutmaßliche Bomben-Terroristen letzten Mittwoch rechtzeitig vor Begehen der beabsichtigten Anschläge festnehmen zu können.

Wortlaut aus der Bild-Zeitung vom 07. September 2007:

Bild: Wer sind die 300 Polizisten, die die Terror-Verdächtigen monatelang überwacht haben?
Konrad Freiberg, Chef der Polizeigewerkschaft GdP: „Das sind Beamte der Spezialeinheiten des BKA und der Länder, Observationseinheiten, Mobile und Sonder-Einsatzkommandos, also MEK und SEK, die GSG 9 der Bundespolizei und Ermittler der Staatsschutzdienststellen der beteiligten Länder Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.“

Bild: Wie war das zu schaffen?
Freiberg: „Nur indem in den Ländern viel Ermittlungsarbeit liegen geblieben ist“, sagt GdP-Chef Freiberg. „Ganze Ermittlungszweige waren lahmgelegt. Und das war jetzt nur ein Fall! Aber es gibt 60 bis 80 Gefährder in Deutschland. Wenn wir in Zukunft Anschläge verhindern sollen, brauchen wir nicht zuerst neue Gesetze, sondern viel mehr Polizisten. Seit 2001 gibt es 10000 Polizisten weniger.“