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Konrad Freiberg zum Alkoholverbot für Fahranfänger:

Vernünftige Initiative

GdP-Chef im "ZDF-Mittagsmagazin":

Mainz/Berlin.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, hat den Beschluss der Bundesregierung begrüßt, ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger einzuführen. „Das ist ein vernünftiger, verantwortungsbewusster Vorschlag. Wir hoffen, dass damit auch die Opferzahlen zurückgehen“, sagte Freiberg im "ZDF-Mittagsmagazin" am Mittwoch, 14. Februar 2007.

Ein Fahranfänger müsse erst mal lernen, verantwortungsbewusst mit dem eigenen Fahrzeug umzugehen und die eigenen Kräfte einzuschätzen. „Alles, was das beeinflusst, muss verhindert werden.“ Dazu gehöre Alkohol. Freiberg sagte weiter, dass die Unfallzahlen von jungen Menschen zeigten, dass sich unter Alkoholeinfluss Verkehrsunfälle häuften.

"Wir müssen deutlich machen – Alkohol gehört nicht ans Steuer. Wir werden mit der Null-Promille-Grenze Erfahrungen machen und dann wird sicherlich eine Diskussion auftreten, ob die auf alle ausgeweitet werden soll“, so Freiberg.

Zunächst müsse man aber auch in der Lage sein, derartige gesetzliche Maßnahmen zu kontrollieren. Mit Blick auf das Ausland, wo eine Null-Promille-Grenze teilweise bereits gilt, betonte Freiberg die Bedeutung einer Meinungsbildung in der Bevölkerung. "Gesetze müssen von den Menschen akzeptiert werden. Und deswegen ist immer erforderlich, bevor man derart stringente Maßnahmen erlässt, dass dieses von der Bevölkerung so akzeptiert wird.“

Quelle: Originaltext ZDF vom 14. Februar 2007