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GdP fordert bessere Kooperation bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität

Hilden.

Die seit Jahren drastisch gestiegene Jugendkriminalität erfordert nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) stärkere Anstrengungen der Zusammenarbeit von Schule, Eltern, Polizei, Justiz und Jugendämtern.

Konrad Freiberg, amtierender GdP-Vorsitzender: "In den vergangenen sieben Jahren ist die Anzahl der tatverdächtigen deutschen Kinder um mehr als 85 v.H. und die der tatverdächtigen deutschen Jugendlichen um fast 60 v.H. gestiegen. Auch bei den nichtdeutschen Kindern und Jugendlichen ist die Entwicklung ähnlich alarmierend."

Es sei zu begrüßen, so Freiberg, dass die Zahl der Projekte und Initiativen zur Vorbeugung der Kinder- und Jugendkriminalität im gleichen Zeitraum zugenommen habe. Auch müsse man berücksichtigen, dass Präventionsarbeit eine Anlaufzeit brauche, bis sie zu Ergebnissen führt. Dennoch, so Freiberg, sollten insbesondere die staatlichen Stellen, die mit der Kinder- und Jugendkriminalität befasst sind, stärker zusammenarbeiten. "Es ist unverständlich," so Freiberg, "dass Beispiele wie das ‚Haus des Jugendrechts' in Stuttgart, wo sich Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe in enger Kooperation unmittelbar und schnell um einen jugendlichen Tatverdächtigen nach seiner Festnahme kümmern, nicht flächendeckend kopiert werden."