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UISP-Kongress in Berlin

GdP-Chef Spinrath wird stellvertretender UISP-Vorsitzender

Lutz als Präsident bestätigt

Berlin.

Hermann Lutz ist von den 131 Delegierten des in Berlin stattfindenden Kongresses der internationalen Polizeigewerkschaften (Union Internationale des Syndicats de Police UISP) als Präsident einstimmig wiedergewählt worden.

Der 61-jährige Pfälzer führt die aus 19 europäischen Polizeigewerkschaften mit etwa 400.000 Mitgliedern bestehende UISP bereits seit zehn Jahren. Nach seiner Wahl appellierte Lutz an die europäischen Länder, zugunsten einer verbesserten polizeilichen Zusammenarbeit in Europa und einer nachhaltigen Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität nationalstaatliche Ressentiments aufzugeben. Lutz: "Souveränität bedeutet auch, genügend Selbstbewusstsein zu besitzen, um in der polizeilichen Zusammenarbeit Vorurteile und Misstrauen abzubauen." Gleichzeitig müssten aber dem europäischen Parlament weit reichende Kontrollmöglichkeiten über die Polizeien in Europa eingeräumt werden.

Lutz versicherte, dass die UISP sich nachdrücklich dafür einsetzen werde, dass allen Polizeibeschäftigten in Europa umfassende Gewerkschaftsrechte zugestanden werden. Er kündigte an, dass die UISP ein eigenes Konzept zur Zusammenarbeit von Polizei und Militär in Krisengebieten außerhalb Europas entwickeln werde.

Zum UISP-Vizepräsidenten wurde der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Norbert Spinrath, gewählt.
Weitere Stellvertreter des UISP-Präsidenten sind: Gunnar Andersson (Schweden) und Alain Fernandez (Frankreich).

Der UISP-Kongress findet im Hotel Hilton, Mohrenstraße 30, in Berlin statt. Am morgigen Mittwoch wird sich der Kongress mit dem Lagebild innere Sicherheit in Europa, der Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität und dem Vormarsch der privaten Sicherheitsdienste in Europa auseinandersetzen.