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GdP: Alkohol- und Vandalismusexzesse trüben das Bild der Bundeshauptstadt

Berlin.

„Wir dürfen uns nicht an die Gewalt- und Vandalismusexzesse alkoholisierter Jugendlicher gewöhnen, die alljährlich am Vorabend des 1. Mai die Bundeshauptstadt heimsuchen“, mahnte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, nachdem es in der Nacht zum Donnerstag in Berlin wiederum bei so genannten Straßenfesten zu heftigen Ausschreitungen kam.

Erschüttert zeigte sich Freiberg, über die menschenverachtende Brutalität, mit der die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten angegriffen worden seien.
Freiberg: „In einer Stadt, in der jeder Cent umgedreht werden muss ist es nicht zumutbar, dass hunderte betrunkene Jugendliche folgenlos Grünanlagen und ganze Straßenzüge verwüsten, die dann auf Kosten der Steuerzahler wieder hergerichtet werden müssen.“

Freiberg: „Wenn angekündigte Straßenfeste nichts anderes mehr sind, als kommunalpolitisch geförderte Veranstaltungen zum massenhaften intensiven Rauschtrinken, muss die Politik des Senats umsteuern.“ Freiberg lobte das Einsatzkonzept der Polizei, das auf Deeskalation aber auch auf konsequentes und rasches Einschreiten bei Rechtsbrüchen gesetzt habe. „Wenn man die Polizei ihre Arbeit machen lässt, macht sie sie auch“, betonte Freiberg.
Er forderte die politisch Verantwortlichen in der Bundeshauptstadt auf, nach dem 1. Mai 2003 nicht zur Tagesordnung überzugehen, sondern die bedenklichen Entwicklungen auch für den Alltag ernst zu nehmen.

Freiberg: „Der Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen gibt Anlass zur größten Sorge.“ Das zeige auch der aktuelle Suchtbericht der Bundesregierung. Freiberg: „Die Gesellschaft muss klare Grenzen setzen. Dazu gehört auch die Bekämpfung des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit, eine scharfe Kontrolle des Verbots der Abgabe von Alkohol an Minderjährige und die unnachgiebige Verfolgung von Vandalismus.“