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Bußgelderhöhungen treffen nur bei höherer Kontrolldichte

Schulbusse mit Sicherheitsgurten ausrüsten

Goslar/Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt die Empfehlung des 40. Deutschen Verkehrsgerichtstages, nicht nur Reisebusse, sondern auch Schulbusse mit Sicherheitsgurten auszurüsten.

Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender: "Das Risiko für Kinder, bei einem Verkehrs-Unfall zu verunglücken, sollte möglichst gering gehalten werden. Das gilt auch für die Fahrt mit dem Schulbus." Selbst bei innerstädtischen Unfällen komme es zu schwersten Verletzungen, wenn beim Aufprall Businsassen nicht angeschnallt seien oder ihren Sitzplatz erst gar nicht nutzten. "Auch für den Busfahrer ist es leichter, sich auf das Verkehrsgeschehen zu konzentrieren, wenn in seinem Rücken die Kinder nicht über Sitze und Bänke turnen", so Freiberg.

Die vom Verkehrsgerichtstag geforderte Bußgelderhöhung für das im Pkw geführte Handy-Telefonat ohne Freisprecheinrichtung findet ebenfalls die Unterstützung der GdP. Das Strafmaß zu erhöhen reiche aber bei weitem nicht aus, mahnte der GdP-Vorsitzende. Es sei vor allem wichtig, die Kontrolldichte, also das Risiko auch tatsächlich erwischt zu werden, zu erhöhen. Dies könne nicht gewährleistet werden, so lange die Ausdünnung der verkehrspolizeilichen Dienste weiter voran getrieben werde. Freiberg: "Die Polizei muss in die Lage versetzt werden, eine angemessene Kontrolldichte zu erreichen." Eine personelle und finanzielle Stärkung der Verkehrspolizei sei sowohl alternativlos wie dringend. So rechneten Verkehrsexperten mit einer Steigerung des Pkw-Verkehrs in den nächsten Jahren um 18 Prozent, beim Güterverkehr würde sogar ein Plus von 45 Prozent prognostiziert.