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GdP gegen private Sky-Marshalls

Hilden.

Rundheraus abgelehnt hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, den Vorschlag des Bundesinnenministeriums, zum Schutz von Flugzeugen gegen Terroranschläge und Entführungen private Sky-Marshalls im Auftrag der Lufthansa einzusetzen.

"Wenn es um Leben und Gesundheit von Passagieren und Besatzungen an Bord von deutschen Flugzeugen geht, ist der Staat gefragt. Das kann und darf nicht die Aufgabe einer privaten Fluggesellschaft sein", erklärte Freiberg.

Der GdP-Vorsitzende drückte seine Verwunderung darüber aus, dass die Politik angesichts möglicher Gewaltanwendung bis hin zum Schusswaffengebrauch es überhaupt wagt, an eine Privatisierung der Terrorismusbekämpfung zu denken: "Sky-Marshalls üben eine typischerweise hoheitliche Tätigkeit aus. Da darf der Staat sich nicht aus seiner Verantwortung herausstehlen. Hier sind hochspezialisierte Polizeibeamte gefragt, die in Flugzeugen mit deutscher Zulassung auch über alle notwendigen Befugnisse verfügen."