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GdP: Zahl der Gewalttaten erklimmt neue Höhen

Berlin.

Als „akutes Alarmsignal“ bezeichnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die im Vergleich zum Jahr 2001 wiederum deutlich gestiegene Gewaltkriminalität. Auch die Entwicklung der Gesamtkriminalität sei bedrohlich. Mit einem erwarteten Plus von rund zwei Prozent zum Vorjahr nimmt die Kriminalitätsentwicklung weiter die Kurve nach oben.



Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg.


Nach Auswertung der bisher der GdP vorliegenden Zahlen erreicht die Steigerungsquote der Gewalttaten über vier Prozent. Die Zahl der Körperverletzungen werde nach ersten GdP-Beobachtungen der Kriminalitätsentwicklung in den Ländern um etwa sechs Prozent zunehmen.
Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender: „Die Polizei registriert schon seit Jahren, dass der Umgang der Menschen miteinander immer häufiger durch Mittel der Gewalt bestimmt wird.“ Als Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen spüre die Polizei bereits seit Jahren eine Steigerung der Gewaltbereitschaft. Nicht zuletzt seien die Polizeibeamten selbst zunehmend durch rohe Attacken bedroht.
Freiberg: „Manchem mag die Welt draußen auf unseren Straßen schon wie ein Spießrutenlaufen vorkommen. Beleidigungen, Nötigungen, Gewalt und Vandalismus sind an der Tagesordnung und beeinträchtigen den Alltag vieler Menschen.“

Die durch den Irak-Konflikt angespannte Sicherheitslage und das Demonstrationsgeschehen entzögen, so die GdP, der normalen Polizeiarbeit noch weitaus mehr Kräfte. Freiberg: „Das wird einen verheerenden Einfluss auf die Entwicklung der Alltagskriminalität haben und die Sicherheit der Bürger beeinträchtigen. Wir haben keine Personalreserven mehr. Deshalb ist es unverantwortlich, dass einige Bundesländer immer noch Personal abbauen.“