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Krawalle in Rostock

Explosion der Gewalt darf sich nicht wiederholen

Berlin/Rostock.

Die Explosion der Gewalt in Rostock und die große Zahl der angereisten Straftäter haben nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Einschätzung der Polizei und die polizeilichen Maßnahmen im Vorfeld des G8-Gipfels bestätigt.

Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Das ist eine neue Qualität der Gewalt, die fassungslos macht. Die Ereignisse im Verlauf des gestrigen Tages zeigen auch, dass die angereisten Gewalttäter an einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen nicht interessiert sind - egal, wie sich die Polizei verhält. Absprachen mit den Veranstaltern kümmern sie einen feuchten Kehricht.“

Freiberg appellierte an die Organisatoren der zahlreichen Veranstaltungen gegen den G8-Gipfel, sich nicht nur verbal von den Straftätern zu distanzieren. Freiberg: „Wo immer Gewalttäter in Erscheinung treten erwarten wir von den friedlichen Demonstranten, dass sie ihnen keinen Schutz gewähren und polizeiliche Maßnahmen nicht behindern.“

Die hohe Zahl von zum Teil sehr schwer verletzten Einsatzkräften, so die GdP, sei nicht hinnehmbar. Freiberg: „Die Polizei muss ihre Einsatzmaßnahmen so wählen können, dass Leben und Gesundheit der Beamtinnen und Beamten nicht gefährdet sind. Deshalb sollten Politik und Öffentlichkeit in der Bewertung polizeilichen Vorgehens zurückhaltend sein. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind es, die im Steinhagel stehen, mit Feuerwerkskörpern beschossen und sogar mit Messern verletzt werden. Ausgerechnet sie für einen unfriedlichen Verlauf der Demonstrationen zu kritisieren, ist absurd.“