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Agentur AP zitiert GdP-Vorsitzenden

"Freiberg hält wenig von BGS-Einsatz im Ausland"

Berlin.

Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg sprach sich am heutigen Montagmorgen in einem Interview mit dem Nachrichtensender NDR-Info gegen den Vorstoß von Verteidigungsminister Peter Struck aus, den Bundesgrenzschutz zur Entlastung der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen heranzuholen.

Das Interview fasste die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) wie folgt zusammen (Wortlaut):

"Hamburg (AP). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält nicht viel von den Überlegungen von Verteidigungsminister Peter Struck, den Bundesgrenzschutz zur Entlastung der Bundeswehr auch im Ausland einzusetzen. Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg äußerte am Montag im Norddeutschen Rundfunk zwar Verständnis für die schwierige Situation Strucks, der sich mit immer weiteren internationalen Aufgaben der Bundeswehr konfrontiert sehe. «Aber: Wir müssen dabei bleiben, dass wir eine Trennung zwischen Polizei und Bundeswehr in der Aufgabenstellung haben», betonte Freiberg.

Dies gelte ganz ausdrücklich auch im Ausland. Der Bundesgrenzschutz sei zudem eine Polizei, «kein Bundeswehr-Ersatz oder eine Bundeswehr 'light'». Schließlich müsse er mit Blick auf die Lage in Deutschland feststellen, «dass wir angesichts der Terrorgefahr noch nicht mal in der Lage sind, auch nur halbwegs alle Aufgaben wahrzunehmen», sagte der Gewerkschaftschef. Daher müsse die Polizei zunächst einmal besser ausgestattet werden, und auch deshalb sei der Bundesgrenzschutz «kein Reservoir für die Bundeswehr». Struck hatte seine Überlegungen am Wochenende damit begründet, dass die Soldaten bei Auslandseinsätzen wie in Afghanistan nicht dazu ausgebildet seien, als Polizisten zu agieren oder als Drogenfahnder."