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GdP-Protestfahrt gegen die Besoldungsanpassung 2000

Freiberg: Demonstrative Ablehnung von Land zu Land tragen

Hilden.

Nach dem Auftakt in Schwerin und den Zwischenstationen Kiel, Hamburg, Bremen und Hannover erreicht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf ihrer bundesweiten Protestfahrt gegen den Regierungsentwurf zur Besoldungsanpassung 2000 heute Mainz (12.00 Uhr) und Saarbrücken (15.30 Uhr).

Schon die ersten Protestveranstaltungen hätten gezeigt, wie groß die Wut und die Enttäuschung der Polizeibeamtinnen und -beamten über die von der Regierung geplante Abkoppelung der Besoldung vom Tarifergebnis der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sei, sagte der amtierende GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg. Diese demonstrative Ablehnung werde die GdP nun auch in die anderen Landeshauptstädte tragen. Ziel der GdP-Protestfahrt wird am 10. November Berlin sein. Zu einer Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor werden mehrere Tausend Polizistinnen und Polizisten erwartet.

Konrad Freiberg: "Bundesinnenminister Otto Schily hat bei den im Bundesbeamtengesetz festgelegten Beteiligungsgesprächen wenig Kompromissbereitschaft gezeigt. Er hat dadurch den Beamtinnen, Beamten und Versorgungsempfängern bedeutet, dass er sie weiterhin an der kurzen Leine halten will. Ein solches Verhalten ist für die Beschäftigten und Pensionäre beschämend." Otto Schily habe als Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite bei den diesjährigen Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes die zeitliche und inhaltliche Abkoppelung der Beamtinnen, Beamten und Versorgungsempfänger offensichtlich bereits fest eingeplant, einen solchen erbitterten Protest aber nicht erwartet, so der amtierende GdP-Vorsitzende.

Die weiteren Stationen der GdP-Protestfahrt sind Stuttgart (8. November), Erfurt und Dresden (9. November) sowie Magdeburg, Potsdam und Berlin (10. November).