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Weiter geht’s! Eine Steigerung unserer Berufsattraktivität ist lange überfällig

Die Menschen in der Bundespolizei leisten sehr gute Arbeit. Dennoch erleben wir eine stetig steigende Unzufriedenheit in unseren Dienststellen. Die Ursache dafür ist meist mangelhafte Wertschätzung. Dieser Mangel drückt sich in einer geringen Berufszufriedenheit aus und damit verliert die Bundespolizei deutlich an Attraktivität als Arbeitgeber. Der demografische Wandel und die Konkurrenz am Arbeitsmarkt verschärfen diese […]

2013_AIII_Logo_InternetDie Menschen in der Bundespolizei leisten sehr gute Arbeit. Dennoch erleben wir eine stetig steigende Unzufriedenheit in unseren Dienststellen. Die Ursache dafür ist meist mangelhafte Wertschätzung. Dieser Mangel drückt sich in einer geringen Berufszufriedenheit aus und damit verliert die Bundespolizei deutlich an Attraktivität als Arbeitgeber. Der demografische Wandel und die Konkurrenz am Arbeitsmarkt verschärfen diese Situation noch weiter. Ein sicherer Arbeitsplatz zählt als alleiniges Werbeargument schon lange nicht mehr. Besonders drastisch stellte sich diese Unzufriedenheit in der von uns initiierten „Klartext“-Studie der Technischen Universität Chemnitz dar, als über 61 Prozent der befragten Bundespolizeibeschäftigten angaben, dass sie ihren Kindern, Verwandten und Freunden den Dienst in der Bundespolizei nicht empfehlen würden.

Damit sich unsere Kolleginnen und Kollegen langfristig in unserer Behörde wohl fühlen und wir als attraktiver Arbeitgeber am Ausbildungsmarkt bestehen können, brauchen wir eine ausgeprägte „Gerechtigkeit nach innen“.

Die Lösungen dafür liegen auf der Hand: Eine wirkliche Verbesserung kann es nur mit einem gerechteren Bewertungs- und Beförderungssystem geben. Die Beförderungsverfahren sollen wie in der Besoldung Erfahrungsstufen berücksichtigen und erworbene Fortbildung und Qualifizierung honorieren. Beförderungsfortkommen lässt sich durch verbesserte Planstellenstrukturen, Abschaffung der Bundesobergrenzen, Anhebung von Eingangsämtern und durch berufsbegleitende Aufstiegsverfahren realisieren. Langfristig wollen wir die Bundespolizei durch Honorierung von Fortbildung über Qualifizierungsstufen zu einer „Regelaufstiegspolizei“ entwickeln.

Diese Möglichkeiten müssen natürlich gleichermaßen auch für Tarifbeschäftigte geschaffen werden: Mit einem gerechten Eingruppierungssystem und einer starken Entwicklungsoffensive. Eine Personalentwicklung „Tarif“ ist möglich. Dazu brauchen wir Fortbildungsmaßnahmen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzen, den veränderten Anforderungen zu entsprechen. Eigene Initiativen sind durch den Arbeitgeber zu fördern. Die Ausbildungsleistung ist anzuerkennen und durch entsprechende Eingruppierung zu würdigen. Hier bedarf es einer erheblichen Verbesserung der Wertschätzung der Menschen und ihrer Leistungen.

Zur Verbesserung des Berufsbildes im Polizeibereich brauchen wir auch eine Entlastung von „vollzugsfremden Aufgaben“. Wir verfügen in der Bundespolizei über hervorragende Tarifkräfte und Beamtinnen und Beamten in der Verwaltung. Ihnen werden bisher keine Entwicklungschancen geboten.

Was braucht es dafür? Die Antwort ist leicht: Nichts weiter als politischer Wille und ausreichende Finanzmittel. Die Umsetzung wird schon schwerer. Doch dicke Bretter zu bohren sind wir gewohnt.

Für die kommenden Wochen ist unser Auftrag daher klar. Wir werden intensiv Gespräche mit Finanzpolitikern des Bundestages führen. Unsere Anliegen sind mehr als berechtigt und lange überfällig. Nun sind Tatkraft und Standfestigkeit gefragt.

Hier geht es zum vollständigen Attraktivitätsprogramm III