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GdP fordert bundesweite Einführung des Digitalfunks für Polizei und Rettungsdienste

Freiberg: Die 15 Milliarden Mark wären gut investiert

Hilden.

"Das jetzt in der Region Aachen gestartete und bundesweit einmalige "Pilotprojekt Digitalfunk für Polizei und Rettungsdienste" bedeutet den langersehnten Einstieg in das digitale Zeitalter", sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg.

Der Digitalfunk biete im Gegensatz zum bisher genutzten analogen Funk umfassenden Abhörschutz. "Die neue Technik kann bei verdeckten Maßnahmen Leben retten", betonte der GdP-Vorsitzende. Zudem seien erstmals die digitale Übertragung und der Austausch von Bildern und Daten möglich. Damit könne z.B. die Polizei am Ort einer Geiselnahme die Einsatzleitstelle auf schnellem Wege über Lage-Einschätzungen und Veränderungen informieren.

Freiberg appelliert nun an die Finanzminister der Länder, die für einen flächendeckenden Einsatz notwendigen 12 bis 15 Milliarden DM rechtzeitig in die Landeshaushalte einzustellen, damit das geplante Ziel, bis 2006 den Digitalfunk bei den Sicherheitsbehörden in der gesamten Bundesrepublik einzusetzen, erreicht werden kann.

"Die Einführung des bundesweiten Digitalfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) darf nicht auf die lange Bank geschoben werden", forderte Freiberg.