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Verbrechensentwicklung 1999

Kriminalität in der Bundesrepublik weiter auf hohem Niveau

Hilden.

Trotz eines leichten Rückgangs bewegt sich die Kriminalität nach wie vor auf einem hohen Niveau. Das zeigt nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein erster Überblick über die im vergangenen Jahr erfassten Straftaten im Bundesgebiet.

GdP-Vorsitzender Norbert Spinrath: "Rund 6,35 Millionen Straftaten, die 1999 von der Polizei registriert wurden, sind kein Anlass zur Entwarnung. Obwohl die Polizei auch im vergangenen Jahr unter Personaleinsparungen zu leiden hatte, ist es unseren Kolleginnen und Kollegen auch 1999 wieder gelungen die Aufklärungsquote erneut zu steigern. Insgesamt konnten fast 53 Prozent der registrierten Straftaten aufgeklärt werden."

Unterschiedliche Entwicklungen zeigen sich in einigen der GdP vorliegenden Deliktsbereichen. So stieg die Zahl der Körperverletzungen um 9,8 v.h. auf 370181 Fälle an, während die Diebstähle um 5,8 v.h. auf 3.132.481 Fälle sanken. Spinrath: "Bedenklich ist der erneute Anstieg der verübten Gewalttaten im Jahr 1999 um rund 2 v.h. auf rund 187.200."

Auch innerhalb einzelner Straftatengruppen gibt es unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern. So stieg die Zahl der Raubdelikte in Sachsen um 14,3 v.h. auf 2953 Fälle an, während sie in Thüringen um 15 v.h. auf 1225 und in Bayern um 11,2 v.h. auf 3512 Fälle sank. Insgesamt sank die Zahl der Raubdelikte um rund 2700 auf rund 61.550 Fälle.

GdP-Bundesvorsitzender Norbert Spinrath: "Wir alle dürfen uns an das nach wie vor zu hohe Niveau der Kriminalität nicht gewöhnen. Weitere Personal- und Sacheinsparungen bei der Polizei sind nicht zu verantworten und aus unserer Sicht nicht hinnehmbar."