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Tarifergebnis auch auf die Beamten übertragen!

Nach der Einigung im Tarifkonflikt mit dem Bund und den Kommunen forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack eine zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes: “Das aktuelle Tarifergebnis im öffentlichen Dienst muss eins zu eins auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes übertragen werden – alles andere wäre ungerecht […]

Nach der Einigung im Tarifkonflikt mit dem Bund und den Kommunen forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack eine zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes:

“Das aktuelle Tarifergebnis im öffentlichen Dienst muss eins zu eins auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes übertragen werden – alles andere wäre ungerecht und nicht zu vermitteln.
Nicht nur bei den meisten Ländern, sondern auch beim Bund hat sich mittlerweile eine Lücke aufgetan, weil die Tarifergebnisse nicht vollständig übertragen wurden. Diese Lücke muss wieder geschlossen werden. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre, dass auch Bundesbeamte wieder zu der Wochenarbeitszeit ihrer tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen zurückkehren. Wir erwarten vom Bundesinnenminister und dem Gesetzgeber also nicht nur die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses, sondern auch die Anpassung der Arbeitszeit der Beamten von 41 auf 39 Stunden.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt: die Verlagerung der Rechtssetzungskompetenz im Beamtenrecht auf die 16 Länder hat verheerende Wirkungen. Der öffentliche Dienst galt lange als vorbildlicher Arbeitgeber, jetzt bezahlt er seine Beamten für gleiche Arbeit nicht mehr gleich und selbst der Bund, dessen Haushaltslage vergleichsweise gut ist, ist alles andere als ein Vorbild.”

Das von ver.di als Verhandlungsführerin mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern ausgehandelte Tarifergebnis bringt den Tarifbeschäftigten des Bundes und der Kommunen nicht nur eine auch im Branchenvergleich positive Gehaltserhöhung, sondern es ist auch gelungen, eine nennenswerte soziale Komponente zu vereinbaren. Rückwirkend zum 01.03.2014 erhalten die Beschäftigten lineare Lohnerhöhungen in Höhe von 3,0 Prozent, mindestens aber 90 Euro, insgesamt summiert sich diese Lohnerhöhung auf durchschnittlich 3,3 Prozent. Ab 01.03.2015 folgt eine weitere Lohnerhöhung von 2,4 Prozent.

Polizei erwartet deutliche Einkommenssteigerungen