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GdP zu Schilys Plänen für Beamtenpensionen:

Ein Hohn für viele Jahrzehnte im Polizeidienst

Ein Hohn für viele Jahrzehnte im Polizeidienst.

Als "Hohn für viele Jahrzehnte im Polizeidienst" hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, die Pläne von Bundesinnenminister Otto Schily zu Kürzungen der Beamtenpensionen bezeichnet.

"Genau in die politische Sommerpause platziert der Minister ein Thema, von dem ganz erheblich die Alterssicherung unserer Kolleginnen und Kollegen bei der Polizei abhängt", kritisierte der GdP-Chef, der darauf hinwies, dass nach Kenntnis der GdP auch Abgeordnete der Fraktionen des Deutschen Bundestages sich "überrascht" vom plötzlichen Vorstoß des Ministers gezeigt hätten.

"Die GdP besteht darauf, dass das eigene Versorgungssystem der Beamten ungetastet bleibt", erklärte Freiberg. Noch in den siebziger Jahren sei jeder ausgelacht worden, der statt eines lukrativen Jobs in der freien Wirtschaft den Weg zur Polizei genommen habe; wenn es darum gehe, angesichts unabweisbarer demografischer Entwicklungen Anpassungen bei den Alterssicherungssystemen vorzunehmen, dürften die völlig unterschiedlichen Einkommensentwicklungen zwischen dem öffentlichen Dienst und großen Teilen der freien Wirtschaft nicht unberücksichtigt bleiben, erklärte der GdP-Vorsitzende. Diese Unterschiede zu Lasten des öffentlichen Dienstes würden - wenn Schilys Pläne so umgesetzt würden - bei den Pensionen in Zukunft fortgesetzt.

Die GdP ist, so Freiberg, sehr skeptisch, was die Zusicherung von Minister Schily angeht, Rentenbezieher und Versorgungsempfänger gleichmäßig zu belasten: "Wie sollen wir darauf vertrauen, wenn seit Jahren nicht einmal das Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger übertragen wird?"