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Polizeiliche Kriminalstatistik 2001

Kriminalität steigt - Unsicherheit auf den Straßen wächst

Berlin/Hilden.

Als alarmierend bezeichnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Entwicklung der Kriminalität in Deutschland. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: "Nach den uns vorliegenden Trends aus dem vergangenen Jahr nimmt die Kriminalitätsentwicklung nach einer Zeit der Beruhigung wieder die Kurve nach oben. Das ist umso bedenklicher, als sich die Kriminalität in Deutschland in den letzten Jahren auf einem ohnehin zu hohen Niveau zu stabilisieren schien." Im vergangenen Jahr stieg die Kriminalität um ca. 1,6 v.H. insgesamt.

Besonders die Gewalt- (+0,7 v.H.) und Jugendkriminalität (+3 v.H.) stiegen unvermindert an. Freiberg: "Sie werden zunehmend zur Geißel für unsere Gesellschaft. Die Straßen werden immer unruhiger. Immer mehr Bürger spüren auch die Beeinträchtigungen im täglichen Leben durch Beleidigungen, Nötigungen, Gewalt und Vandalismus vor allem durch jugendliche Täter. Die Aggressivität der jungen Täter und ihre Bereitschaft, Gewalt bei Konflikten einzusetzen und Menschen zu verletzten, steigt".

Die Gewerkschaft der Polizei bezweifelt, dass tatsächlich alle Übergriffe auch angezeigt werden und schätzt das Ausmaß der tatsächlichen Kriminalität weitaus höher ein, als die Kriminalstatistiken registrieren. Freiberg: "Viele Bürger sind frustriert. Das ist politischer Sprengstoff." Nach Auffassung der GdP lässt sich die Kriminalität auf den Straßen weder mit gut gemeinten Programmen, noch mit starken Sprüchen in den Griff bekommen. Freiberg: "Die Bürger baden den Personalmangel bei der Polizei aus. Eine rund um die Uhr sichtbare, konsequente und ausreichend präsente Polizei ist das beste Vorbeugungsprogramm."