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GdP dementiert Express-Artikel

Beamte nicht in gesetzliche Krankenkasse

Düsseldorf (dpa).

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat nach eigenen Angaben nicht gefordert, auch Beamte künftig in den gesetzlichen Krankenkassen zu versichern. GdP-Sprecher Rüdiger Holecek wies am Dienstag in Düsseldorf entsprechende Presseberichte vom Vortag zurück. Der GdP-Vorsitzende Hermann Lutz habe eine solche Forderung nicht erhoben, sagte der Sprecher und dementierte damit einen Vorab-Bericht der Kölner Tagespresse "Express".

Lutz habe lediglich die Kritik der Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis (SPD), zurückgewiesen, bei Beamten werde bei ärztlichen Behandlungen nicht mit dem einfachen Gebührensatz abgerechnet, sondern mit den 3,5fachen Satz. Lutz wies darauf hin, daß die öffentlichen Arbeitgeber selbst - also Bund und Länder - diese Verträge mit den Ärzten vereinbart hatten.

"Ich fordere deshalb die öffentlichen Arbeitgeber auf, die Abrechnungsverträge zu kündigen und künftig ärztliche Behandlungen nur noch mit dem einfachen Satz zu vergüten." Dies könne Milliarden Mark einsparen, sagte Lutz. Nach Angaben seiner Organisation würde dies nichts daran ändern, daß Beamte privat krankenversichert seien. Auch innerhalb der privaten Krankenversicherung könne man die ärztlichen Honorare senken.