Zum Inhalt wechseln

Tarifrunde 2000

Aufruf zur Urabstimmung


Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte im Polizeidienst,liebe Kolleginnen und Kollegen!

Am 30. Mai sind die Verhandlungen gescheitert. Die Arbeitgeber haben uns ein absolut unzumutbares Angebot vorgelegt. Es sah insbesondere vor:

Angleichung Ost

Für das Tarifgebiet Ost sollten die Einkommen von derzeit 86,5 Prozent schrittweise bis 2002 auf 90 Prozent des Westniveaus angehoben und dann bis 31. März 2003 eingefroren werden. Bis dahin sollten keine weiteren Angleichungsmaßnahmen stattfinden.
Also: Kein Zeitpunkt einer endgültigen Angleichung abzusehen.
Wir aber wollen eine verbesserte zeitliche Perspektive zur Angleichung Ost!

Erhöhung der Einkommen

Ab 1. April 2000 sollten die Einkommen um 1,8 Prozent und ab 1. April 2001 um weitere 2,2 Prozent erhöht werden. Laufzeit bis zum 31. März 2002.
Also: Wieder einmal eine massive Abkopplung von der allgemeinen Einkommensentwicklung.
Wir aber wollen Anschluss halten an die Einkommensentwicklung anderer Branchen!

Zusatzversorgung (VBL)

Bis Ende 2003 sollten die bestehenden Versorgungsrenten aus der Zusatzversorgung eingefroren werden.
Also: Einseitiges Diktat der Arbeitgeber.

Wir aber fordern: Fragen der Zusatzversorgung gehören nicht in diese Tarifrunde!
Bis zuletzt haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes im DGB versucht, eine Verbesserung des Angebots, das auf der Empfehlung der Schlichter beruhte, zu erreichen. Die Schlichtungsempfehlung hatte bei unseren Beschäftigten keine Zustimmung gefunden. Die Arbeitgeber haben Verbesserungen kategorisch abgelehnt.
Da sie auf dem Verhandlungswege nicht zur Einigung bereit sind, hat der Geschäftsführende Bundesvorstand der GdP die Durchführung einer Urabstimmung beschlossen.

Wir fordern die Tarifbeschäftigten in der Gewerkschaft der Polizei auf, sich an der Urabstimmung vom

5. bis 8. Juni 2000


zu beteiligen.

Erzwingt durch ein klares JA zu gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen einen gemeinsamen gewerkschaftlichen Erfolg!