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GdP: Mindeststrafe für Besitz von Kinderpornos deutlich erhöhen

Berlin.

Für eine deutliche Erhöhung der Mindeststrafe für den Besitz kinderpornografischen Materials hat sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ausgesprochen.


GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Der großartige Fahndungserfolg gegen international agierende Kinderporno-Ringe führt den Beweis, dass erst die riesige Nachfrage nach kinderpornografischem Material dieses üble Geschäft beflügelt. Die bisherige Strafandrohung, eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr für den Besitz solcher Fotos, Filme und Dateien, wirkt nicht abschreckend genug. Deshalb sollte unbedingt ein Mindesstrafrahmen eingeführt werden. Nicht nur die Produzenten, auch die Konsumenten sind Täter.“

Gleichzeitig warnt die GdP vor dem Irrglauben, der jüngste polizeiliche Fahndungserfolg habe die Kinderporno-Mafia besiegt. Freiberg: „Es muss noch mehr personell und technisch investiert werden, um ihr endgültig das Handwerk zu legen.“ Das riesige Ausmaß des entdeckten Handels mit Kinderpornos habe gezeigt, dass die regelmäßigen, anlassunabhängigen Ermittlungen im Internet verstärkt werden müssen. Deshalb fordert die Gewerkschaft der Polizei eine Intensivierung der Schulung und Weiterbildung der ermittelnden Beamten im technischen Umgang mit dem Internet und im Bereich der Spurensicherung von und auf Datenträgern.

Gleichzeitig müsse auch, so die GdP, den Ermittlern jederzeit psychologische Betreuung zur Verfügung stehen. Freiberg: „Was meine Kolleginnen und Kollegen in diesem Deliktsfeld zu sehen bekommen und für sich verarbeiten müssen, ist unglaublich.“