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GdP fordert Demonstranten zum Gewaltverzicht auf

Polizei auf Castor-Transporte nach Gorleben gut vorbereitet

Lüneburg/Hilden.

"Die Polizei ist auf den bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben gut vorbereitet. Ihr Einsatzziel ist es, dass die Behälter aus La Hague ohne Zwischenfälle ihr Ziel erreichen und dass Gewalttaten am Rande der angekündigten Demonstrationen verhindert werden", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, am Freitag bei einem Besuch der Einsatzkräfte in Lüchow-Dannenberg und Gorleben.

In Gesprächen mit Regierungspräsidentin Ulrike Wolff-Gebhardt und der Einsatzleitung, Direktor der Polizei, Hans Reime, in Lüneburg sprach Freiberg seine Anerkennung für das hohe Maß an Professionalität und Umsicht bei der Erstellung des Einsatzkonzeptes und den Vorbereitungsarbeiten aus. Freiberg, der von seinen Stellvertretern Bernhard Witthaut, Vorsitzender des GdP-Landesbezirks Niedersachsen, und Heinz Kiefer, im geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand zuständig für Großlagen, begleitet wurde, betonte: "Wir haben uns davon überzeugt, dass von Seiten der Polizei alles getan wurde, um einen friedlichen und störungsfreien Ablauf des Transports zu gewährleisten. Ich fordere die Demonstrationsteilnehmer auf, keine Gewalttaten zu begehen oder zu unterstützen. Die Beschlüsse und Mahnungen der Partei Bündnis90/Die Grünen sollten gerade in Kreisen der Anti-Atom-Bewegung, insbesondere auch in der Landespartei, ernst genommen werden. Jeder hat das Recht zu demonstrieren, Widerstand gegen die Transporte und damit gegen die Polizei ist vom Demonstrationsrecht nicht gedeckt."

Bernhard Witthaut, GdP-Landesvorsitzender: "Mit einem neuen Konzept der einsatzbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit und des Konfliktmanagements unter Federführung des Leitenden Kriminaldirektors Hans-Jürgen Wieben wird die Polizei für eine größtmögliche Transparenz ihres Einsatzhandelns sorgen. Es versteht sich als Mittler zwischen den beteiligten Gruppen, den Einsatzkräften und der Öffentlichkeit."

Zufrieden äußerte sich die GdP-Spitze auch über die Bemühungen, den eingesetzten Kräften aus dem gesamten Bundesgebiet die Belastungen des Einsatzes so erträglich wie möglich zu machen. "Es müssen weite Anreisen zum Einsatzort in Kauf genommen werden, um bewohnbare Unterkünfte belegen zu können. Das ist für unsere Beamtinnen und Beamten erträglicher, als Tage und Nächte lang in Turnhallen zu kampieren", sagte Freiberg.

Auch die Gewerkschaft der Polizei wird mit zahlreichen Personalvertretern am Einsatz teilnehmen und den Beamtinnen und Beamten zur Verfügung stehen.