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GdP zur Waffenrechtsnovelle - "Reformstau löst sich langsam auf"

Gaspistolen an die Kette gelegt

Hilden.

Gas- und Alarmwaffen sollen nun endlich "an die Kette gelegt" werden, sagte Konrad Freiberg, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hilden.

Damit ist eine alte Forderung der GdP mit der von Bundesinnenminister Otto Schily angekündigten Waffenrechtsnovelle erfüllt. Freiberg: "Es hat sich ausgezahlt, dass die GdP bei den Vorberatungen des Gesetzentwurfs beteiligt war. So konnte polizeilicher Sachverstand unmittelbar einfließen."

Die beabsichtigte Lösung, den Kauf von Gaspistolen von der Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses abhängig zu machen und das Mitführen eines Waffenbegleitscheins vorzuschreiben, wenn die Waffe in der Öffentlichkeit geführt werden soll, wird zu einem Sicherheitsgewinn führen. Freiberg: "Ich halte es für einen untragbaren Zustand, dass 60 Prozent aller Raubdelikte mit Gas- und Alarmwaffen verübt werden - damit ist hoffentlich künftig weitgehend Schluss."

Der stellvertretende GdP-Vorsitzende wies noch auf eine weitere bedeutsame Änderung im Waffenrecht hin: "Bislang gab es für die Aufbewahrung von Waffen nur Empfehlungen, künftig werden Auflagen gemacht." Allerdings müsse Wasser in den Wein geschüttet werden, weil sich wieder einmal das Problem stelle, wer denn die schärferen Auflagen kontrollieren solle.