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Rückgang der Todesopfer spricht für Drogenkonsumräume

GdP: Hilfen für Drogenabhängige weiter verbessern

Berlin.

„Der Rückgang der Drogentoten in Städten mit so genannten Drogenkonsumräumen, sollte auch die Bundesländer zu einem Versuch ermutigen, die sich bisher nicht für solche Modelle entscheiden konnten“, appellierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Konrad Freiberg nach Veröffentlichung des halbjährli-chen Drogen- und Suchtberichts durch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Freiberg: „Die Gewerkschaft der Polizei hat sich neben einer konsequenten Strafverfolgung des Rauschgiftkonsums und -handels immer gleichgewichtig für niederschwellige Hilfsangebote für die Betroffenen eingesetzt.“[br] Die Gewerkschaft der Polizei würde es auch begrüßen, wenn mehr Rauschgiftabhängige Zugang zu Substitutionsbehandlungen erhielten. Freiberg: „Auch wenn die Arbeit mit Drogenabhängigen schwierig und von Rückschlägen gekennzeichnet ist, stellt sie alles gegenüber den sozialen Folgen in den Schatten, wenn die Betroffenen allein der Straße überantwortet werden.“[br] Als eine Herausforderung für die politische und polizeiliche Zusammenarbeit in Europa bezeichnet Freiberg die Ent-wicklung, dass große Mengen vor allem synthetischer Drogen in europäischen Nachbarländern produziert und über Deutschland in andere Länder transferiert würden. Freiberg: „Damit spielt Deutschland für den internationalen Drogenschmuggel eine wesentliche Rolle. Auf europäischer Ebene muss eine schärfere Überwachung der chemischen Vorläufersubstanzen für alle Länder erreicht und die europäische Zusammenarbeit verbessert werden.“