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Verkehrssicherheit

GdP Bremen: Polizisten setzen auf bürgerfreundliche Strategie

Bremen.

Die Zeit, in der die Verkehrssicherheit bei der Polizei Bremen wieder ein zentrales Schwerpunktthema ist, hat begonnen. Das Frühjahr, in dem mehr Radfahrer unterwegs sind, die Motorradsaison beginnt und das Wetter für manch überraschende Situation auf den Straßen sorgt, ist in vollem Gang. Anlass genug für die Polizei, mit vermehrten Kontrollen, Geschwindigkeitsmessungen oder groß angelegten Verkehrsmaßnahmen an Unfallschwerpunkten zu reagieren.

In diesem Jahr wollen viele Kolleginnen und Kollegen einen neuen Weg gehen. Die Maßnahmen werden sich vom Grundsatz her nicht unterscheiden, jedoch wird in diesem Jahr nicht der Fokus auf eine kostenpflichtige Verwarnung gelegt. Vielmehr soll mit Aufklärung, Aufzeigen möglicher Konsequenzen und einem bürgerfreundlichen Gespräch eine Verhaltensänderung erzielt werden. Eine kostenpflichtige Ahndung von Verstößen kann sicherlich nicht vollständig unterbleiben, die Beamten und Beamtinnen hoffen allerdings darauf, dass dies die Ausnahmen sein werden.

Einen Nachteil für die Finanzen Bremens insgesamt wird diese Strategie haben. Mit dem Weg, auf kostenfreie mündliche Verwarnungen zu setzen, wird ein nicht zu unterschätzender Anteil an Geldern für den Bremer Haushalt im nächsten Jahr fehlen. Dennoch wollen die Polizistinnen und Polizisten diesen Weg gehen. Schließlich soll nicht der Verkehrsteilnehmer für Haushaltslöcher teuer in die Tasche greifen müssen. Ob die Strategie von allen an Verkehrsprävention beteiligten Kolleginnen und Kollegen übernommen wird, bleibt abzuwarten, die bisherigen Gespräche lassen dies aber vermuten. Es ist zu hoffen, dass die betroffenen Verkehrsteilnehmer den Appell zu mehr Sicherheit auf den Straßen und einer gesteigerten gegenseitigen Rücksichtnahme erhören werden.