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Lutz: Sänger fordert zum Dienstahl auf

Auftrittsverbot für US-Rapper Coolio

HILDEN/MAINZ.

Ein Auftrittsverbot für den US-Sänger Artis Ivey alias "Coolio" in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei, nachdem der Rapper während eines Konzertes in Mainz mit seiner Gruppe "Coolio & The 40 Thevz" (Coolio und die 40 Diebe) seine Zuhörer, darunter sehr viele Minderjährige, zur Begehung von Straftaten aufgefordert hat.

Gegen Coolio war Haftbefehl wegen des Verdachts auf Raub mit Körperverletzung erlassen worden, nachdem ihm von einer Boutique-Besitzerin in Böblingen vorgeworfen worden war, er habe sie tätlich angegriffen und Kleidung gestohlen. Coolio und Mitglieder seiner Band kamen gegen eine Kaution in Höhe von 290.000 DM zunächst frei. Während eines anschließenden Konzertes in Mainz habe sich Coolio Presseberichten zufolge dazu bekannt, zu stehlen und seine jugendlichen Fans aufgefordert, das gleiche zu tun: "Wenn ihr kein Geld für meine Platten habt, dann stehlt sie."

Als "gemeingefährlich" bezeichnete es der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, wenn Konzertveranstalter Personen auf die Bühne stellen, die vor Kindern und Jugendlichen offen zu kriminellen Handlungen aufrufen. Lutz: "Da zermartern sich ernsthafte Menschen die Hirne, wie die steigende Kinder- und Jugendkriminalität gebändigt werden kann, und andere machen unverholen Geschäfte mit diesen falschen Propheten. Mir ist auch völlig unverständlich, wie Eltern ihre Kinder zudem noch zu solchen Konzerten begleiten können und dafür teure Eintrittsgelder bezahlen."