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Rockerclubs: GdP-Chef Oliver Malchow bei "Stern TV"

"Knallhartes Geschäft im kriminellen Milieu"

Köln/Berlin.

"Genarrt werden wir schon lange nicht mehr", bilanzierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, in der RTL-Live-Sendung "Stern TV" die erfolgreiche Arbeit der Polizei im jahrelangen Kampf gegen Rockerkriminalität in Deutschland. Die Polizei habe mit ihrer Arbeit, nämlich keine Toleranz zu zeigen, vor Ort zu sein, Zusammentreffen zu beobachten und Kontrollen durchzuführen, eine ganze Menge erreicht. Auch bei Festnahmen sei die Polizei erfolgreich, sagte der GdP-Chef in dem am Mittwochabend ausgestrahlten Beitrag. Malchow: "Wir wissen sehr viel über diese Organisationen." Strafrechtlich müssten jedoch Verantwortlichkeiten für strafbares Handeln nachgewiesen werden können. "Stern TV" hatte über einen vermeintlichen Aussteiger berichtet, der einen Einblick in die Parallelwelt der Rockerclubs, darunter Führungsstrukturen, Verdienstmöglichkeiten und den Umgang mit in Ungnade gefallenen Szeneanghörigen, gab.

Der GdP-Bundesvorsitzende sagte auf die Frage nach den finanziellen Geschäften der kriminellen Biker: "Wir müssen von organisierter Kriminalität ausgehen, wo richtig viel Geld umgesetzt wird. Wie viel das genau ist, das kann man nicht sagen." Fest stehe, dass hohe Summen im Rockermilieu im Spiel seien - wenn selbst schon unterste Anwärter drei- bis viertausend Euro im Monat verdienen sollen. "Dabei nur von Bruderschaft zu sprechen, ist mir zu einfach", stellte Malchow klar. Es gehe hierbei nicht um Abenteurer, sondern um knallharte Geschäfte im kriminellen Milieu.

Link: Zur Sendung "Stern TV" vom 4. Dezember 2013 in "rtlnow": Der Beitrag "Rockerkriminalität" der rund 82-minütigen Sendung beginnt ab Minute 54:10.