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"Realtests" auf Flughäfen beweisen: Fluggastkontrollen wieder in die Hand der Polizei

Berlin/Hilden.

Personen- und Gepäckkontrollen auf deutschen Flughäfen müssen nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) umgehend wieder durch die Polizei vorgenommen werden. Die erschreckenden Ergebnisse verschiedener so genannter "Realtests", die Bundesgrenzschutzkräfte an deutschen Flughäfen durchführten, hätten gezeigt, dass die seit 1992 begonnene Privatisierung der Personen- und Gepäckkontrollen sich als gefährlicher Irrweg erweise. So sei es bei den Tests beispielsweise gelungen, Pistolen und Sprengsätze unbehelligt durch die Kontrollen zu schleusen.

Personen- und Gepäckkontrollen, so Freiberg, seien die "Achillesferse" der Flugsicherheit. Freiberg: "An diese empfindlichen Stellen gehört geschultes Personal der Polizei und nicht Mitarbeiter von Privatfirmen, die nicht ausreichend ausgebildet sind und für die es keine gesetzlich normierten Sicherheitsstandards gibt. Vordringlich sei zudem, dass insbesondere die Durchleuchtungsgeräte auf dem neuesten technischen Stand sein müssten.

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundesgrenzschutz: "BGS-Angestellte arbeiten auf Grundlage des Bundesgrenzschutzgesetzes und besitzen alle Voraussetzungen zur eigenständigen Erfüllung hoheitlicher Aufgaben. Im Gegensatz zu privaten Dienstleistern unterliegen die Kräfte der Polizeien des Bundes und der Länder nicht wirtschaftlichen Gewinnerzielungsabsichten, sondern sind allein der Sicherheit verpflichtet."