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GdP Sachsen: Hochwasser 2013 – kein Polizist im Einsatz?

Kesselsdorf.

Am 2. Juni jährte sich das Ereignis des Hochwassers. In diesen Tagen, im Jahr 2013, erreichte unter anderem auch Sachsen abermals ein Jahrhunderthochwasser. Ein Großteil der Landstriche, welche bereits 2002 Opfer der Fluten geworden waren, wurde durch die Wassermassen überschwemmt.

Abermals gab es tausende HelferInnen, die unermüdlich den Kampf gegen die Fluten aufnahmen und es schafften, in weiten Teilen Schlimmeres zu verhindern. Der zu diesem Anlass durch Ministerpräsident Stanislaw Tillich am 12. Juli 2013 gestiftet und somit erneut ins Leben gerufene Fluthelferorden des Landes Sachsen 2013 wird an alle Helfer ausgegeben, um ihnen für die geleistete Arbeit „Danke“ zu sagen. Dabei war Voraussetzung, dass man mindestens 24 Stunden Hilfe geleistet hat.

In einer feierlichen Übergabe wurden am 14. September 2013 in der Dresdner Semperoper stellvertretend ausgewählte Helfer für ihren Einsatz geehrt.

Auch Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste sowie andere Katastrophendienste waren im Großeinsatz. Zu diesen Zeiten seinen Dienst zu verrichten ist eine besondere Herausforderung. Besonders belastend sei dabei die Evakuierung von Orten und Dörfern, da man mit den Menschen gelitten hat, die ihre Wohnungen verlassen mussten, ohne ihr Hab und Gut sichern zu können, verriet uns ein Polizist.

Dennoch verrichteten die BOS (Behörden für Ordnung und Sicherheit) einen sehr guten Einsatz mit großem Engagement und vielen Versagungen. Nicht zuletzt, da auch unter den Opfern der Wassermassen eine große Anzahl an KollegInnen war, die trotz der persönlichen Tragödie täglich ihren Dienst für den Bürger leistete. Ebenso war der tägliche 12-Stunden Hochwassereinsatz vielen KollegInnen noch nicht genug – sie begaben sich in ihrer Freizeit abermals in die Bereiche, um Sandsäcke zu befüllen und Hilfe zu leisten.

Umso unverständlicher ist es, dass die Kollegen der Polizei für ihren Dienst nicht geehrt wurden. Eine große Anzahl von Orden wurde von den einzelnen Polizeidirektionen (z.B. PD Leipzig ca. 800, BePo 200) angefordert, doch sie erhielten eine Absage. Scheinbar scheint der Dienst der Polizei im Hochwassereinsatz für solch einen Orden für das Staatsministerium des Innern nicht ausgereicht zu haben.

Dabei scheint es sehr einfach zu sein, denn viele Feuerwehrleute und Soldaten wurden für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe 2013 mit diesem Orden ausgezeichnet.

Hagen Husgen, der Landesvorsitzende der GdP sieht darin ein deutliches Zeichen: „ Abermals zeigt sich hier die fehlende Wertschätzung der Polizei im Freistaat Sachsen durch unsere politischen Verantwortungsträger“.

Eine Anerkennung der Leistungen für unsere Kollegen sieht anders aus!