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GdP Berlin: Hohe Zahl von Fahrraddiebstählen ist ernstes Signal

Niedrige Aufklärungsquote nicht dem fehlenden Engagement der Polizei geschuldet

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt sich enttäuscht über Aussagen des Verkehrsexperten der Berliner Grünen, Stefan Gelbhaar, nach denen die Polizei das Problem der Fahrraddiebstähle in der Stadt nicht so ernst nehme wie den Autoklau. „Die Polizistinnen und Polizisten in den örtlichen Direktionen haben das Phänomen längst erkannt, setzen darauf ihr Augenmerk und würden am liebsten jeden Diebstahl aufklären. Das Problem ist aber, dass wir dazu zu wenig Personal haben!

Stopfen wir das eine Loch, tut sich an anderer Stelle eins auf. Das ist leider das traurige Ergebnis der verfehlten Sparpolitik des Senats in den vergangenen Jahren“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Donnerstag.

„Die Polizistinnen und Polizisten täten nichts lieber, als auch beim Fahrraddiebstahl einen größeren Strafverfolgungsdruck aufzubauen. Auch eine Sonderkommission wäre wünschenswert, aber derlei Ideen umzusetzen, steht und fällt mit mehr Personal. Hinzu kommen die vielen Hauptstadtaufgaben, die der Berliner Polizei mehr und mehr übertragen werden … auch nicht gut, wenn man 1000 andere Baustellen hat“, so Philipp weiter. „Mehr als arbeiten können die Kolleginnen und Kollegen auch nicht.“

Der Rat der Gewerkschaftschefin, um den Diebstahl des eigenen Fahrrades zu verhindern: Man möge den Präventionsratschlägen der Polizei folgen. Danach ist der simpelste Weg, sich zu schützen, sein Fahrrad tatsächlich abzuschließen! Dafür gilt es, kein billiges Null-Acht-Fünfzehn-Schloss zu kaufen, sondern stabile Bügelschlösser oder Panzerkabel mit Prüfsiegel. Außerdem sollte der Drahtesel mit dem Rahmen und den Rädern nicht freistehend, sondern an einem Fahrradständer oder dergleichen angeschlossen werden.