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GdP Berlin: Kriminalitätsentwicklung in Berlin mehr als besorgniserregend

Appell an den Senat, mit mehr polizeilichem Personal zu reagieren

Berlin.

Die neuesten Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung in der Hauptstadt sind nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein Alarmzeichen, das von der Politik nicht länger ignoriert werden darf.

„Es ist nicht mehr fünf vor, sondern fünf nach zwölf“, kommentierte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Freitag die Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Benedikt Lux. Danach ist die Anzahl der Taschendiebstähle 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 40,3 Prozent gestiegen, die der Wohnungseinbrüche um 16,3 Prozent. „Bestimmt kann die Politik die immer gleichlautende Forderung der GdP nicht mehr hören. Aber diese beängstigende Entwicklung im Bereich Sicherheit gibt uns recht: Wir brauchen mehr Polizei! Es muss mehr Personal eingestellt werden!“

Das sei der einzig gangbare Weg, dem Trend entgegenzuwirken und ihn zu stoppen. „Die Bürgerinnen und Bürger Berlins haben es verdient, geschützt zu werden“, so Philipp weiter. „Das gilt auch für die anderen erschreckenden Ergebnisse der Veröffentlichung wie etwa das, dass die Zahl der Vergewaltigungen in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 9,5 Prozent gestiegen ist. Darüber bin ich gerade als Frau entsetzt. Mehr „Blau“ auf den Straßen zu sehen, würde die Frauen der Stadt beruhigen und ihr Sicherheitsgefühl erhöhen. Alleine mit einem besseren Gefühl durch Berlin gehen zu können, ist schon ein Grund für Mehreinstellungen – von der tatsächlichen Erhöhung der Sicherheit ganz zu schweigen.“

Kerstin Philipp kündigte an, in puncto Personalaufstockung bei Polizei, Feuerwehr, Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten sowie in den Bürger- und Ordnungsämtern der Bezirke nicht locker zu lassen. „Erst wenn die Kolleginnen und Kollegen mal wieder ruhig durchatmen können und nicht unter den Aktenbergen ersticken, wird die GdP Ruhe geben. Ich hätte nichts dagegen, schon morgen damit anzufangen.“