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Hackerangriff

GdP fordert Internet-Task-Force

Hilden.

Dass Liebesschwüren nicht unbedingt immer zu glauben ist, weiß die Menschheit schon länger. Das Ausmaß der Enttäuschung hat allerdings nach der jüngsten weltweiten Rundsendung des Computervirus "I love you" eine neue Dimension erreicht. "Der neuerliche Angriff auf die Computernetze beweist, wie gutgläubig immer noch mit diesem System umgegangen wird", erklärte der GdP-Vorsitzende Norbert Spinrath. Dass dem elektronischen Liebesbrief sogar berufsmäßige Oberverdachtschöpfer wie das Pentagon, die CIA und das FBI aufgesessen sind, gibt dem Vorfall eine pikante Note, soll aber nach Spinraths Ansicht nicht von der Ernsthaftigkeit des Problems ablenken.

"Der Vorfall beweist, wie brandaktuell die Beschäftigung der Innenministerkonferenz in Düsseldorf mit diesem Thema ist. Die GdP begrüßt ausdrücklich die Bildung der Internet-Task-Force, über die die Innenminister heute beraten," betonte Spinrath. Er mahnte ausdrücklich, mögliche Angriffe auf das Internet ernster zu nehmen.

"Wieder einmal müssen wir Sicherheit und Freiheit in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander bringen. Wer sich über die Möglichkeiten weltumspannenden freien Wirtschaftsverkehrs im Internet freut, darf sich über weltumspannende Ausbreitung der Computer-Kriminalität nicht wundern. Hier geht es also auch um die Verantwortung in der Wirtschaft, man kann das Problem nicht allein den Strafverfolgungsbehörden aufhalsen."