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Bilanz der Krawalle gebietet Verstärkung der Polizei

Hilden.

Die Bilanz der gewaltsamen Auseinandersetzungen am 1. Mai in Berlin, Hamburg, Frankfurt und Essen zeugt nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) von einem wachsenden Gewaltpotenzial in der Gesellschaft und macht eine dringende Verstärkung der Polizei nötig.

GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: "Wenn sich offenbar nur noch mit Großeinsätzen der Polizei schlimmste Ausschreitungen verhindern lassen, mit denen heute zu jedem beliebigen Anlass zu rechnen ist, muss der Personalabbau bei der Polizei sofort gestoppt werden." Freibergs Kritik richtet sich auch an Berlins Innensenator Werthebach: "Er scheut sich nicht, mehrere tausend Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin einzufordern, um die Stadt zu sichern, redet aber gleichzeitig einem rigorosen Personalabbau bei der eigenen Polizei das Wort."

Die gewaltsamen Ausschreitungen zum 1. Mai in mehreren deutschen Städten hätten zudem die zahlreichen friedlichen Veranstaltungen in den Schatten gedrängt, die, so Freiberg, von der Polizei ebenfalls mit einem hohen Personaleinsatz begleitet werden mussten. "Die normale Polizeiarbeit, der Schutz der Bürger, bleibt auf der Strecke. Abseits von Castor-Transporten, Großveranstaltungen und Randale wird der Steuerzahler um die innere Sicherheit betrogen", kritisierte Freiberg.