Zum Inhalt wechseln

Senat der Hansestadt will Nachtragshaushalt beschließen

Bremer GdP-Chef Kopelke: Polizisten mit verstärkten Schutzwesten ausstatten

Bremen.

Das Szenario der Terroranschläge in Paris hat eine neue Dimension erreicht: Gruppen von schwerbewaffneten Terroristen suchen Menschenmengen auf, um dort das Feuer auf wehrlose Menschen zu eröffnen. Dann werden weitere Orte von den Terroristen zeitgleich aufgesucht und noch mehr Menschen getötet. Beim Erstkontakt mit der Polizei liefern sich Terroristen und Polizisten schwere Feuergefechte, in deren Verlauf die Terroristen getötet werden oder sich selbst durch einen Bombengürtel töten oder erschießen.

In vorderster Reihe stehen dabei Polizisten der Schutzpolizei, der Bereitschaftspolizei und die Spezialeinheiten. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert daher, die Grundausstattung der Polizei grundlegend zu verbessern. „Oberste Priorität in den kommenden Tagen muss die Beschaffung von verstärkten zusätzlichen Schutzwesten haben“, fordert der GdP Vorsitzende Jochen Kopelke.

Nach der konkreten Terrorgefahr im Februar dieses Jahres in Bremen, verstärkte die Polizei Bremen personell den Staatsschutz, verbesserte Abläufe bei der Einsatzorganisation, der Koordinierung und Kontrolle solcher Terrorabwehreinsätze und die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Landes- und Bundesbehörden. Aus Sicht des Landesvorsitzenden Kopelke ist die Ausrüstung der Landespolizei „unzureichend“ und die Abhängigkeit zu anderen Landespolizeien „zu groß“. Aufgrund der sehr ernst zu nehmenden Gefährdung durch islamistisch motivierten Terrorismus in Deutschland und Bremen fordert die GdP die Landesregierung auf, unverzüglich zu Handeln und die Beschaffung der erforderlichen Einsatzmittel noch in den kommenden Wochen zu realisieren.