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Castor-Transport nach Ahaus soll ausgesetzt werden

Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert den für Anfang März in das Zwischenlager Ahaus geplante Atommülltransport so lange auszusetzen, bis endgültig feststeht, ob das Kernkraftwerk Neckarwestheim genügend Lagerkapazitäten für Atommüll hat. Der Betreiber des Kernkraftwerkes hatte Hinweise gegeben, dass kein dringender Bedarf für einen Castor-Transport nach Ahaus bestehe. Bis 2004 könne Atommüll vor Ort verbleiben, wenn ein Zwischenlager genehmigt würde.

Stelle sich heraus, dass ausreichender Lagerraum vorhanden sei, so wäre ein Transport die reinste Personal- und Geldverschwendung, so die GdP. Es sei nicht zu verantworten, über 20.000 Polizistinnen und Polizisten in einen Einsatz zu schicken, der nicht notwendig sei. Die Einsatzkräfte würden überflüssiger Gefahrensituationen ausgesetzt. Zudem stünden die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten für die alltäglichen polizeilichen Aufgaben dann nicht zur Verfügung.

Der Gewerkschaftsvorsitzende, Konrad Freiberg appellierte an das Energieunternehmen und die beteiligten Landesregierungen, Besonnenheit zu demonstrieren. Freiberg: "Der Zank um den Castor-Transport darf nicht auf dem Rücken der Einsatzkräfte ausgetragen werden."Freiberg forderte die beteiligten Wirtschaftunternehmen und die politisch Verantwortlichen auf, sich schnell zu einigen. Das momentan aufgeführte Taktieren schüre den Widerstand der Atomkraftgegner. Die Polizei wolle dabei nicht die Rolle des Prügelknaben einnehmen.