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GdP-Vorsitzender Freiberg: Kriminelle Karrieren müssen frühzeitiger erkannt und gestoppt werden

Berlin.

Kriminelle und gewalttätige Karrieren müssen nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) schneller erkannt und frühzeitiger gestoppt werden. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Der mutmaßliche Mörder unseres SEK-Kollegen und die festgenommenen Bus-Entführer in Berlin waren einschlägig bekannte Straftäter.“

Freiberg sagte anlässlich des Trauermarsches für den am vergangenen Mittwoch bei einem Einsatz von einem 33 Jahre alten Libanesen im Berliner Stadtteil Neukölln erschossenen SEK-Beamten Roland Krüger: „Es ist den Bürgern nicht mehr zu vermitteln, dass sie erst dann vor einem Täter mit einer kriminellen Vorgeschichte geschützt werden können, wenn es zu Mord, Totschlag oder Geiselnahme gekommen ist.“ Freiberg forderte die Justiz auf, künftig die Anwendung von Gewalt oder Bewaffnung aller Art auch bei geringeren Vergehen stärker als bisher im Strafmaß zu berücksichtigen.

Freiberg warnte die Sicherheitspolitiker in Bund und Ländern, angesichts der zunehmenden Brutalisierung und Gewaltbereitschaft, Polizei und Justiz weiter personell und materiell zu reduzieren. Freiberg: „Die innere Sicherheit geht baden, wenn wir nur noch Feuerwehr spielen müssen, um die spektakulärsten Straftaten bekämpfen zu können, der Bürger aber im Alltag durch Aggression und Gewalt zunehmend terrorisiert wird.“