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GdP zum Fall Friedmann:

Ermittlungen nach Recht und Gesetz und nicht mit moralischem Zeigefinger

Berlin.

„Die Polizei erhebt nicht den moralischen Zeigefinger, für sie gilt bei Ermittlungen allein Recht und Gesetz“, kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, den Strafbefehl gegen den wegen Drogenbesitzes verurteilten TV-Moderators und stellv. Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Michel Friedmann. Der GdP-Vorsitzende sah in dem rasch abgeschlossenen Verfahren eine Bestätigung für die rechtsstaatlich einwandfreie und professionelle Arbeit der Strafverfolgungsbehörden.

Der Prominentenstatus eines Verdächtigen ändere nichts an den rechtlichen Grundlagen der Ermittlungsarbeit und dem Auftrag des Staates, Gefahren abzuwehren und Straftaten aufzuklären. Freiberg: „Die Polizei interessiert nicht, welche öffentliche Funktion ein Tatverdächtiger oder Zeuge hat oder ob er besonders gut singen oder Sport treiben kann, was zählt ist der Schutz von Verbrechensopfern und die Ermittlung der Schuldigen.“

Ergäben sich Anhaltspunkte für eine Verstrickung von Prominenten in kriminelle Machenschaften, werde die Polizei auch weiterhin ohne Ansehen der Person ermitteln. „Es gibt weder einen Prominenten-Bonus noch -Malus, auch wenn das der eine oder andere gerne so hätte oder einige Medien so sehen möchten“ erklärte Freiberg. Es liege auf der Hand, dass dies vor allem bei Drogendelikten und Prostitution nicht jeder in der Öffentlichkeit stehenden Person schmecke.

Wichtiger als persönliche Befindlichkeiten oder Peinlichkeiten sind für die Strafverfolgungsbehörden aber die Bekämpfung von Drogenhandel und menschenverachtendem Sex-Geschäft, so Freiberg.