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GdP: DFB-Vorwürfe zurückgewiesen

Spendenaktion für Daniel Nivel

Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei hat die Vorwürfe des Deutschen Fußballbundes (DFB) gegen deutsche Polizeibehörden zurückgewiesen und gleichzeitig zu einer Spendenaktion unter dem Stichwort "Polizei gegen Gewalt" für den von deutschen Hooligans lebensgefährlich verletzten französischen Gendarmen Daniel Nivel aufgerufen. Dem sinnlosen Ausbruch der Gewalt in Lens will die GdP mit dem Spendenaufruf die internationale Solidarität der Polizeibeschäftigen entgegenstellen.

Für den schwerverletzten französischen Polizeibeamten, der Vater von zwei Kindern ist, können Spenden mit dem Stichwort "Polizei gegen Gewalt", Konto-Nummer 135 114 6601 bei der Bank für Gemeinwirtschaft Düsseldorf, Bankleitzahl 300 101 11 eingezahlt werden

.Auch wenn die Gewalttäter mit dem Fußball als Sport nichts gemein hätten, sondern die Fußballweltmeisterschaft lediglich als Austragungsort ihrer kranken Phantasien benutzten, sollten, so die Gewerkschaft der Polizei, auch die deutschen Nationalspieler als Zeichen ihrer Verbundenheit zu den zahlreichen Sicherheitskräften für den französischen Polizisten spenden.

Gleichzeitig mahnt die Gewerkschaft der Polizei den Deutschen Fußballbund zur Besonnenheit. Die Kritik an deutsche Behörden im Zusammenhang mit den Vorfällen in Lens sei völlig unsinnig. Norbert Spinrath, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei: "Die deutsche Polizei hat alles an Informationen und Personal angeboten, um den sicheren Ablauf der Weltmeisterschaft zu gewährleisten. Bislang hat sich niemand auf französischer Seite über die Zusammenarbeit mit der deutschen Polizei beschwert, das sollte auch der DFB nicht tun, der im Gegenteil allen Anlaß hat, der Polizei für den sicheren Verlauf seiner Veranstaltungen auf deutschem Boden dankbar zu sein.