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GdP-Chef: Wohnungseinbrüche und Cybercrime verunsichern Bevölkerung

Oliver Malchow zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) Berlin. Als nicht akzeptabel hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, die Entwicklung der Kriminalität in Deutschland bezeichnet. Malchow: “Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten hat sich zwar nicht nennenswert verändert, jedoch ist das kein Grund zum Jubeln und kein Gewinn an innerer Sicherheit. Deutliche Steigerungsraten zum [...]

Oliver Malchow zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS)

Berlin. Als nicht akzeptabel hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, die Entwicklung der Kriminalität in Deutschland bezeichnet.

Malchow: “Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten hat sich zwar nicht nennenswert verändert, jedoch ist das kein Grund zum Jubeln und kein Gewinn an innerer Sicherheit. Deutliche Steigerungsraten zum Beispiel bei Wohnungseinbrüchen und Eigentumsdelikten sowie im Bereich der Cyberkriminalität verunsichern zu Recht die Bürgerinnen und Bürger. Vielerorts fehlt der Polizei das Personal, um beispielsweise Einbrecher intensiv verfolgen zu können. Die immer schwächer werdende Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum lädt Straftäter geradezu ein, in Wohnungen und Häuser einzudringen.”

Die drastische Zunahme einzelner ermittlungsintensiver Deliktbereiche belege zugleich, so Malchow weiter, dass die Kolleginnen und Kollegen bei der Bekämpfung der alltäglichen Kriminalität seit Jahren am absoluten Limit agierten und der personelle Flickenteppich nicht mehr überall geschlossen werden könne.

Als besorgniserregend bewertet Malchow die zahlreichen Gewaltdelikte unter Alkoholeinfluss. 280.000 der zwei Millionen Tatverdächtigen begangen ihre Straftat unter Alkoholeinfluss. “Mehr als 30 Prozent aller Gewalttäter waren alkoholisiert und Alkohol ist Gewaltbeschleuniger Nr. 1. Ein konsequenter Kampf gegen den massiven Alkoholkonsum würde viele Opfer vermeiden.”

Ein Schwerpunkt von Kriminalität, so Malchow, seien öffentliche Verkehrsmittel – speziell Züge und S-Bahnen. Malchow: “Einige Unternehmen und Bundesländer wie Hamburg haben gute Erfahrungen mit Alkoholverboten gesammelt. Auch Belästigungen anderer Fahrgäste und Vandalismus haben dort abgenommen. Entsprechend sollte ein grundsätzliches Konsumverbot im ÖPNV die logische Konsequenz sein.”

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