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GdP zur Kriminalstatistik 2003:

Kriminalität steigt um ca. 1,4% auf insgesamt 6,6 Mio. Straftaten

Berlin.

„Seit vielen Jahren haben wir im Bereich der Kriminalität Zuwachsraten zu verzeichnen. Auch im Jahr 2003 ist die Kriminalität um ca. 1,4% auf 6,6 Mio. Straftaten gestiegen. Diese Entwicklung darf unsere Gesellschaft nicht klaglos hinnehmen. Es besteht dringender Handlungsbedarf,“ stellt Konrad Freiberg, mit Blick auf die der GdP vorliegenden ersten Trends zur Kriminalstatistik 2003, fest.

Besonders bedrückend empfindet Freiberg die zum Teil sehr hohen Steigerungsraten in der Gewaltkriminalität. Auch im Jahr 2003 sei die Zahl der erfassten Straftaten in diesem Bereich um mehr als 3 % auf über 200.000 Gewalttaten gestiegen.
„In den letzten 10 Jahren haben wir drastische Steigerungsraten im Bereich der Gewaltkriminalität zu verzeichnen. Gewalt darf nicht zum normalen Alltag in unserer Gesellschaft gehören,“ fordert Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der GdP.

Angesichts dieser bedrückenden Entwicklung warnt die GdP vor weiterem Personalabbau bei der Polizei. Erschwerend komme hinzu, so Freiberg, dass die personell ausgedünnte Polizei mit einer Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus konfrontiert sei, die noch mehr Kräfte aus der Bekämpfung der allgemeinen Kriminalität abzieht. Freiberg: „Wir befürchten, dass die Dunkelziffern in vielen Kriminalitätsbereichen immer höher werden.“ Ihm sei völlig unverständlich, dass angesichts dieser Sicherheitslage der Personalabbau bei der Polizei in den Ländern weiter vorangetrieben wird. Auch in den nächsten Jahren seien wieder tausende von Stellen bei der Polizei vom Rotstift bedroht.

„Wer angesichts der weiter steigenden Kriminalität, der immer größer werdenden Dunkelfelder in vielen Kriminalitätsbereichen und der zunehmenden Terrorismusgefahr weiter bei der Polizei Personal einspart, handelt verantwortungslos,“ so Konrad Freiberg.