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GdP zu 45. Verkehrsgerichtstag in Goslar:

Freiberg: Risiko des Führerscheinverlustes für Raser und Drängler erhöhen

Berlin.

Erhöhten Bußgeldern für Raser und Drängler erteilte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, erneut eine Absage. Freiberg unterstützte damit Expertenmeinungen des 45. Verkehrsgerichtstages im niedersächsischen Goslar. „Diesen unverantwortlichen Fahrern muss frühzeitig und unmittelbar klar gemacht werden, dass sie ihren Führerschein riskieren. Diese Perspektive beeindruckt diese Personen deutlich mehr als die Erhöhung von Bußgeldern. Zudem muss es für sie ein realistisches Risiko geben, bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit oder einer Verkehrsstraftat überhaupt erwischt zu werden.“ Dazu müsse, so der GdP-Vorsitzende, der permanente personelle Aderlass bei den Verkehrspolizeien beendet werden.

Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen, so Freiberg, lehne seine Organisation ab. Notwendig sei eine flächendeckende Einrichtung von Verkehrsbeeinflussungsanlagen. Diese könnten mit Überwachungsanlagen gekoppelt werden.

Als durchaus begrüßenswert bezeichnete Freiberg, das von den Verkehrsexperten erwogene Forschungsprojekt zur Überprüfung der Wirksamkeit und rechtlichen Bewertung von atemalkoholsensitiven Zündsperren in Kraftfahrzeugen. Freiberg: „Eine der Grundvoraussetzungen für sicheres Fahren bleibt nach wie vor die Erkenntnis eines jeden Fahrers, dass selbst geringer Alkoholeinfluss oder Restalkohol im Blut das Risiko falsch oder verspätet zu reagieren, deutlich erhöht. Freiberg: „Der verkehrspolizeiliche Kontrolldruck hat in den letzten Jahren durch die Ausdünnung personeller Ressourcen abgenommen. Nicht erkannte Fahrten unter Alkoholeinfluss haben dadurch mutmaßlich zugenommen.“