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Polizei bekämpft organisierte Verbrecher

OK im Kosovo

Hilden.

Die über 3000 Polizisten, darunter rund 200 deutsche, die im Auftrag der Vereinten Nationen zusammen mit den Kfor-Truppe für eine Befriedung des Kosovo sorgen sollen, werden bei ihrer Arbeit nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auch einen Kampf gegen die internationale organisierte Kriminalität (OK) führen müssen.

Konrad Freiberg, stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender: "Der Kosovo-Krieg ist das jüngste Beispiel für die immer häufiger zu beobachtende unheilige Allianz von organisiertem Verbrechen, Terrorismus und Kriegsgeschehen." Die Gewerkschaft der Polizei fordert daher, zusätzlich zu dem geplanten Polizeikontingent, mehr OK-Spezialisten in den Kosovo zu entsenden. Freiberg: "Wenn die internationalen Polizeikräfte der UNO dort nicht wachsam sind, werden Spendengelder und Wiederaufbauhilfe auf die Konten der internationalen Mafia-Bosse verschwinden."

Gleichzeitig plädiert Freiberg für einen ständigen Informationsaustausch über die Ermittlungsarbeit im Kosovo mit europäischen Heimatbehörden. Freiberg: "Jedes Ergebnis polizeilicher Arbeit im Kosovo ist für die Bundesrepublik Deutschland deshalb besonders wichtig, weil der Arm albanischer Mafia-Clans über hier lebende kriminelle Albaner nach Deutschland hineinreicht." Freiberg:" Die Vermischung von Organisierter Kriminalität und militärischen Konflikten ist auf dem Vormarsch." Das sei auch das Ergebnis einer Ausarbeitung seiner Organisation, die Anfang August unter dem Titel "Die düstere Allianz - Bürgerkrieg, organisierte Verbrechen und Terrorismus" (DP Special), veröffentlicht werden soll.