Zum Inhalt wechseln

Nach Schießerei schwer verletzte Beamte

Bestürzung in Hamburg

Bestürzt und in Sorge zeigt sich die GdP-Hamburg nach der Schießerei im Hamburger Stadtteil Dulsberg, bei der vier Kollegen und Kolleginnen von einem Straftäter zum Teil sehr schwer verletzt wurden.

Dazu der Landesvorsitzende André Bunkowsky: „Meine Gedanken sind bei den betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Ich hoffe, sie werden schnell mit den körperlichen und seelischen Verletzungen fertig und befinden sich in guter Betreuung. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass der Beruf des Polizeibeamten einer der gefährlichsten ist und meine Kolleginnen und Kollegen immer wieder mit außergewöhnlichen Situationen konfrontiert werden, bei denen sie ihr Leben und ihre Gesundheit riskieren müssen. Eine schlimme Situation, die sich aber leider nie ganz vermeiden lässt“.

Polizeibeamte gerieten immer wieder in gefährliche Einsatzsituationen, bei denen sie leider immer häufiger mit ihrer Gesundheit bezahlten.

Seit 1945, so Bunkowsky, seien 386 Polizistinnen und Polizisten in Deutschland durch Rechtsbrecher getötet worden, 700 Beamtinnen und Beamte würden pro Jahr im Dienst schwer verletzt – Widerstände gegen die Staatsgewalt seien von 1995 bis 2004 um rund 43 Prozent von 17.324 auf 24.919 gestiegen, in Hamburg war diese Zahl allein im letzten Jahr auf 7047 Fälle um 5,3 Prozent gestiegen! Durchschnittlich 50 bis 70 mal ereigneten sich bundesweit Vorfälle mit Tötungsabsicht gegenüber Polizisten!

André Bunkowsky: "Zum aktuellen Vorfall ist aufgrund der laufenden Ermittlungen Zurückhaltung geboten, dennoch scheint wieder einmal deutlich zu werden, dass jede noch so 'harmlos' aussehende Einsatzsituation in kürzester Zeit eskalieren kann."

Zur GdP-Hamburg