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Gewerkschaft der Polizei befürchtet:

Terrorwarnungen gehen im politischen Tagesgeschäft erneut unter

BERLIN.

Mit großer Besorgnis registriert die Gewerkschaft der Polizei, dass die jüngsten Warnungen der Nachrichtendienste und Interpol vor terroristischen Anschlägen in Europa, einschließlich Deutschland, offenbar nicht im regierungspolitischen Tagesgeschäft angekommen sind. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg: “Dabei war das Lagebild noch nie so bedrohlich.”

Bei allem Verständnis für die notwendige Diskussion über die Kassenlage, so Freiberg, sollten die Regierungen in Bund und Ländern nicht die akute Bedrohung der Bevölkerung durch die jüngsten Hinweise aus dem internationalen islamistischen Terrornetzwerk ignorieren.
Freiberg: “Wir haben mehr zu verteidigen, als einen Haushalt. Es wäre eine Katastrophe, wenn die Nachrichtendienste wieder einmal, wie schon vor dem 11. September 2001, als einsame Rufer in der Wüste dastünden.”
Freiberg forderte dazu auf, endlich mit den Personalkürzungen bei den Sicherheitsorganen aufzuhören und stattdessen ausreichend Personal zur Verfügung zu stellen. Auch sollten die Anti-Terror-Pakete in den Ländern endlich umgesetzt werden. Freiberg: “Es ist ein Unding, durch neue Rotstift-Attacken die Sicherheitsbehörden zu verunsichern und zu demotivieren. Wer das tut, nimmt Schlimmes billigend in Kauf. Die innere Sicherheit darf nicht zur Disposition stehen.”